Infos zur Ausbildung

Die immer stärker zunehmende Verkehrsdichte sowie viele neue oder geänderte Verkehrsregeln haben dazu geführt, dass die Fahrschülerausbildungsordnung in den letzten Jahren umfassend geändert wurde und neue Ausbildungsinhalte bzw. Vorschriften laufend hinzukommen.

Die Anforderungen, die der Gesetzgeber an die heutige sehr umfassende Ausbildung zum Erwerb einer Fahrerlaubnis gestellt hat, erfordern somit ein großes Engagement von Euch und von uns.

Wir bieten Euch Ausbildungsmöglichkeiten in allen Auto,- Anhänger- und Motorradführerscheinklassen – Dabei stehen für uns der kompetente Umgang mit Fahrschülern und eine individuelle Lernbetreuung immer im Mittelpunkt.

Unmittelbar nach der Anmeldung und dem Abschluss eines Ausbildungsvertrags könnt Ihr mit der Ausbildung beginnen.

Die Ausbildungsdauer ist dabei hauptsächlich abhängig von:

  • der persönlichen Lernbereitschaft bzw. Motivation, der individuellen Lern- und Konzentrationsfähigkeit sowie der motorischen Begabung eines Fahrschülers und damit der benötigten Fahrstundenanzahl
  • der benötigten/besuchten Theoriestundenanzahl pro Woche
  • den persönlichen Terminmöglichkeiten und der gefahrenen Fahrstundenanzahl pro Tag/Woche

Außerdem hängt die Zeitspanne für eine schnelle Ausbildung neben Eurem Lernaufwand vorwiegend von der zeitnahen Abgabe und Bearbeitungsdauer des Führerscheinantrags bei der zuständigen Führerscheinstelle ab.

Unsere motivierten Fahrlehrer begleiten Euch kompetent durch die Ausbildung, gehen auf Eure Fragen ein und haben immer ein offenes Ohr für Probleme. Moderne Unterrichtsräume ausgestattet mit den neusten Medien, aktuelle Lernmaterialien und Unterrichtssoftware sowie neueste Fahrschulfahrzeuge gehören bei uns zu einem zeitgemäßen, fortschrittlichen Fahrschulkonzept und schaffen eine gemütliche, lernfördernde Atmosphäre.

Wir unterrichten unter Einsatz verschiedener Lehrmethoden nach einem Ausbildungsplan und sorgen für einen spannenden, abwechslungsreich dargebotenen sowie lehrreichen Theorie- bzw. Fahrunterricht.  Somit erreichen wir den höchstmöglichen Lernerfolg.

In den meisten Fällen setzt sich die Führerscheinausbildung aus einem theoretischen und einem fahrpraktischen Teil zusammen.

Dabei regelt die Fahrschülerausbildungsordnung, welche Inhalte dem Fahrschüler vermittelt werden müssen.

Die praktische Ausbildung sollte parallel zur theoretischen Ausbildung erfolgen, wobei  der Fahrschüler vor seiner ersten Fahrstunde idealerweise bereits einige Theoriestunden besucht hat.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Führerscheinausbildung soll fundiertes Wissen über Verkehrsregeln bzw. ein sicheres, vorausschauendes Verkehrsverhalten anschaulich vermitteln und somit die fahrpraktische Ausbildung erleichtern.

Dabei soll die Behandlung der einzelnen Themen nicht nur auf das Bestehen der Prüfung vorbereiten, sondern zu Diskussionen zwischen den Unterrichtsteilnehmern anregen.

Für jede Fahrerlaubnisklasse gibt es einen gegliederten Unterrichtsplan und eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl an theoretischen Unterrichtsstunden, wobei unsere Unterrichte in Einheiten zu je 90 Minuten (Doppelstunden) gegliedert sind.

Inhaltlich setzt sich die theoretische Ausbildung aus dem Grundstoff für alle Klassen und dem klassenspezifischem Lehrstoff für die jeweilige Führerscheinklasse zusammen.

Bei Doppelklassen (z.B. A + B) müssen die Grundstoffthemen nur einmal besucht werden.

Bei Erweiterung vorhandener Führerscheinklassen gilt unter Umständen eine reduzierte Anzahl an zu besuchenden theoretischen Unterrichtsstunden beim Grundstoff.

Anzahl Theorieunterricht ohne Vorbesitz einer Führerscheinklasse:

  • 12 Doppelstunden à 90 Min Grundstoff
  • 2 Doppelstunden à 90 Min klassenspezifischer Stoff für Klasse B
  • 4 Doppelstunden à 90 Min klassenspezifischer Stoff für Klasse A
  • 2 Doppelstunden à 90 Min klassenspezifischer Stoff für Klasse AM

Anzahl Theorieunterricht bei Vorbesitz einer Führerscheinklasse:

  • 6 Doppelstunden à 90 Min Grundstoff
  • 2 Doppelstunden à 90 Min klassenspezifischer Stoff für Klasse B
  • 4 Doppelstunden à 90 Min klassenspezifischer Stoff für Klasse A

Beachte:

  • Bei mindestens zweijährigem Vorbesitz der Klasse A1 oder A2  ist beim Aufstieg von A1 nach A2 bzw. von A2 nach A kein Theorieunterricht vorgeschrieben.

Jede Unterrichtseinheit behandelt in sich abgeschlossene Themenbereiche, so dass der Einstieg  in den Theorieunterricht jederzeit möglich ist.

Die theoretische Ausbildung gilt erst als abgeschlossen, wenn alle für die jeweilige Fahrerlaubnisklasse gesetzlich vorgeschriebenen Themen besucht worden sind.

Wir bieten Euch mehrmals pro Woche einen multimedialen Theorieunterricht an. Empfehlenswert ist der Besuch von 2 Theorieunterrichtseinheiten pro Woche. Unsere Unterrichtszeiten und Theoriethemenpläne findet Ihr unter „Termine“.

Lernmaterial:

Eure Lernmaterialien bzw. die Zugangsdaten für Euren Personal Online Trainer erhaltet Ihr in der Fahrschule. Unsere Lernmaterialien sind immer auf dem aktuellen Stand und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen der Prüfung.

Inhalt und Vorteile der Lernbox:

  • Lehrbuch - zum Nachschlagen, zur Vertiefung oder wenn Ihr mal nicht online seid
  • Personal Online Trainer (in 12 Sprachen verfügbar)
  • Kostenlose App im Apple App Store oder Google Play
  • PC, Smartphone, iPad, - aktueller Lernstand wird automatisch abgeglichen
  • Alles vollständig - sämtliche Fragen, die in der Theorieprüfung möglich sind
  • Immer aktuell - Fragenänderungen werden automatisch eingespielt
  • Effektives Lernen - Schwächen werden erkannt und besonders trainiert
Praktische Ausbildung

Die praktische Fahrausbildung erfolgt ebenfalls nach einem klassenspezifischen Ausbildungsplan und ist in verschiedene Phasen gegliedert, die aufeinander aufbauen.

In unserer Fahrschule bilden wir nach dem Curricularen Leitfaden der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände aus.

Der Curriculare Leitfaden informiert über die Ausbildungsgrundsätze und zeigt in einer geordneten Stufenausbildung die sinnvolle Abfolge der Ausbildungsschritte auf.

Bei jeder Fahrstunde werden Lernziele festgelegt, Lernfortschritte anhand von Aufzeichnungen festgehalten und im Rahmen einer Vor- und Nachbesprechung erläutert. Mit Hilfe von Ausbildungsdiagrammkarten kann aufgezeigt werden, an welcher Stelle der Ausbildung sich der Fahrschüler befindet und was bis zur fahrpraktischen Prüfung noch geübt werden muss. Dadurch ist eine ständige Kontrolle des Ausbildungsfortschritts gewährleistet und die gesamte Ausbildung wird überschaubarer.

Testprüfungen am Ende der praktischen Ausbildung helfen Euch zusammen mit Eurem Fahrlehrer zu beurteilen, ob Ihr prüfungsreif seid.

Die Stufenausbildung umfasst 5 Ausbildungsstufen und erfolgt nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Schweren“, wobei die Hilfestellung des Fahrlehrers gegen Ende der Ausbildung mehr und mehr abnimmt.

Im Rahmen der Grundausbildung, die aus der Grund,- Aufbau- und Leistungsstufe besteht werden Grundfahraufgaben und alle für ein verkehrssicheres Fahrverhalten wichtigen Ausbildungsinhalte geübt.

1. Grundstufe

  • Einsteigen, Einstellungen, Kontrolleinrichtungen
  • Fahrtechnische Vorbereitung, Überprüfen des Fahrzeugs
  • Anfahrübungen und Schalten in der Ebene, im Gefälle und in Steigungen
  • Lenkbewegungen und Bremsübungen
  • Sicherheitskontrolle (bei Motorradklassen)
  • Verbinden und Trennen (bei Anhängerklassen)

Hat der Fahrschüler ein Mindestmaß an Sicherheit in der Fahrzeugbedienung erreicht wird zur nächsten Phase übergegangen. Dabei sind die Übergänge fließend.

2. Aufbaustufe

  • Bewegen des Fahrzeugs im einfachen Verkehr (Schonraum)
  • Blicktechnik
  • Einordnen und Abbiegevorgänge
  • Grundfahraufgaben (Gefahrbremsung, Rückwärtsfahren und Wenden, Halten und Parken)

3. Leistungsstufe

  • Umweltschonende und energiesparende Fahrweise
  • Abbiegen und Fahrstreifenwechsel
  • Einbeziehen der Verkehrs- und Vorfahrtregeln
  • Beachtung von Ampeln und Verkehrszeichen
  • Angepasste Geschwindigkeit
  • Überholen
  • Verhalten an Bahnübergängen, Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen
  • Verhalten gegenüber Kindern und alten Menschen
  • Vorausschauendes Fahren und Verhalten bei komplizierten Verkehrssituationen
  • Vermeiden risikoreicher Verkehrssituationen
  • Festigung der Fahrzeugbedienung

Bei der Grundausbildung ist die benötigte Anzahl der Fahrstunden gesetzlich nicht vorgegeben und hängt sehr stark von den eigenen Terminmöglichkeiten und der persönlichen Lernbereitschaft bzw. Motivation, der individuellen Lern- und Konzentrationsfähigkeit sowie der motorischen Begabung eines Fahrschülers ab. Erst wenn ein Fahrschüler die Grundlagen beherrscht, darf der Fahrlehrer mit den Sonderfahrten beginnen.

Wir schulen dabei immer nach dem Motto: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

4. Ausbildungsstufe der Sonderfahrten

Für die besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten) sind je nach Fahrerlaubnisklasse bestimmte Mindeststundenzahlen und sicherheitsrelevante Ausbildungsinhalte gesetzlich vorgeschrieben. Gesetzlich vorgeschrieben sind Überlandfahrten, Autobahnfahrten und Fahrten bei Dämmerung und Dunkelheit.

Ein ausgewogenes und abgestimmtes Ausbildungsprogramm beinhaltet z.B:

  • Kurvenfahren
  • Befahren von Steigungen und Gefällstrecken
  • Überholen von langsam fahrenden Fahrzeugen
  • andere schwierige Verkehrsvorgänge bei den Überlandfahrten.

Sowie

  • Ein- und Ausfahren,
  • Überholvorgänge
  • Fahren mit Richtgeschwindigkeit (130 km/h)
  • Befahren von Parkplätzen bei den Autobahnfahrten.

Beachte:

  • Für die Klassen AM und T sind keine Sonderfahrten vorgeschrieben.

Wie von vielen oft fälschlicherweise angenommen ist die Ausbildung mit den Sonderfahrten noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen einer Reife- und Testausbildungsstufe erfolgt im Anschluss die Prüfungsvorbereitung.

5. Reife- und Teststufe

Erst die Fahrstunden, die man in der Reifestufe und der Prüfungsvorbereitungsphase absolviert, bringen die nötige Sicherheit für ein selbständiges Fahren.

Die Reifestufe beinhaltet u.a.:

  • Wiederholungen
  • selbständiges und sicheres Fahren im dichten Verkehr  und nach Wegweisern
  • sichere Fahrzeugbeherrschung in schwierigen Situationen
  • vorausschauendes Fahren, eine frühzeitige Gefahrenerkennung und die richtige Reaktion auf das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer

Rechtzeitig vor der praktischen Prüfung werden Testfahrten durchgeführt und das Ergebnis schriftlich festgehalten, so dass Ihr über Eure Prüfungsreife informiert seid und eventuell vorhandene Defizite beseitigt werden können.

Zur Prüfungsvorbereitung zählen:

  • Belastungsproben (simulierte Prüfungsfahrten ohne Hilfe des Fahrlehrers)
  • Vermeiden und Abbau von Stressfaktoren während der Fahrt
  • Training die Nervosität zu senken und die Leistungsfähigkeit unter Stress stabil zu halten

§ 6 Abs. 1 der Fahrschülerausbildungsordnung schreibt vor, dass die Entscheidung, ob die Ausbildung abgeschlossen und ein Fahrschüler prüfungsreif ist, der Fahrlehrer treffen muss.

Unsere Fahrlehrer sind pädagogisch ausgebildet und sorgen mit ihrer Kompetenz, Ruhe und Geduld für eine stressfreie Lernatmosphäre.

Die Fahrstunden können frühestens ein halbes Jahr vor dem Erreichen des Mindestalters stattfinden, wobei  2-4 Fahrstunden pro Woche sinnvoll sind.

Wir erstellen mit jedem von Euch einen individuellen Fahrstundenplan und können Euch Fahrstunden Montag bis Samstag von 6.00 Uhr bis 23.30 Uhr anbieten.

Wir beschäftigen keine Aushilfsfahrlehrer, denn ein häufiger Fahrlehrer- bzw. Fahrzeugwechsel wirkt sich meist ungünstig auf den Lernfortschritt aus.